Offener Raum in Gegenwart und Stille

Übung innerer Achtsamkeit in einer Atmosphäre heiterer Gelassenheit

Liebe Leserin, lieber Leser,

die berufliche Belastung verführt dazu, die Aufmerksamkeit einseitig nach außen zu richten. Wir erwarten dann, daß sich die äußere Situation verändert und uns Erleichterung bringt. Das Gefühl von Anspannung und angesammeltem Stress versuchen wir zu vermeiden. In der Freizeit suchen wir Zerstreuung und Ablenkung und finden sie in diversen Aktivitäten. Und wenn es doch mal zu ruhigen Phasen ohne äußere Anforderung kommt, beginnt sich ein Gedankenkarussell zu drehen, und hindert uns daran, zur Ruhe zu kommen. Der in diesem Sinne außen geleitete Mensch sieht die Signale seines Inneren oft nur noch als Störfaktoren an und verliert zunehmend den Kontakt zu seinem Inneren.

Stille

Offener Raum in Gegenwart und Stille

In diesem Seminar sind Sie eingeladen, innere Achtsamkeit zu üben und Ihrem Innenleben das wertvollste zu schenken, was Sie haben: freundliche und mitfühlende Aufmerksamkeit. Damit wenden Sie sich nicht nur dem zu, was in Ihnen vorgeht; Sie wenden sich auch dem Wesen zu, das Sie im Innersten sind.

Das Innerste in uns sendet stetig Signale aus, die als Körperempfindung, als Emotion oder Gefühl, als Bewegungs- oder Handlungsimpuls oder als Gedanke zum Ausdruck kommen wollen. Je klarer die Wahrnehmung und das Verständnis von Bewegung im eigenen Körper ist, desto breiter sind die Möglichkeiten, Beziehungen zu anderen aufzubauen und zu gestalten. Sprache, auch die Sprache des Körpers und seiner Bewegung, ist die dem Menschen gemäße Ausdrucksform dafür; allerdings nur eine Sprache, die mit dem Innersten verbunden bleibt und das Ganze, die Gesamtheit aller Impulse und inneren Signale in den rechten Worten und in der rechten Gebärde zum Ausdruck bringt.

In jenen seltenen Momenten, in denen das Bewusstsein frei von Ich-Kontrolle, von Gedanken, inneren Bildern, Emotionen und Körperempfindungen ist, können wir die seelische Mitte erfahren, eine Erfahrung von Unendlichkeit. Es ist ein meditativer Zustand (lat. meditari = in die Mitte hinein gegangen werden), der dem traumlosen Tiefschlaf ähnlich ist und doch bei vollem und wachem Bewusstsein erlebt wird.

In einer Gruppe von Menschen, die sich in Achtsamkeit üben wollen, ist jeder eingebunden und umhüllt von einer tragenden Atmosphäre heiterer Gelassenheit. Hier können sich die lebendigen Impulse entfalten, die uns Ausgeglichenheit, Lebensfreude und Zufriedenheit schenken – sei es nun im Gespräch, im spontanen Selbstausdruck oder in der Verbundenheit grenzenloser Stille.

Mit Spürsinn auf Schatzsuche